6040 Wiehl Kombibad

Wiehl Hallenbad

Nachdem wir gemeinsam mit unseren Kollegen Architektur und TP das VOF Verfahren in Wiehl gewonnen hatten, erwartete uns eine besondere Herausforderung. Hier sollte ein altes Freibad, direkt neben einer Eishalle gelegen, abgerissen und durch einen Neubau als Hallen- und Freibad ersetzt werden. 

Neben der Sanierung des Sprungbeckens sollte die vorhandene Solar-Absorber-Anlage Verwendung finden. Ebenso ergab sich die Aufgabe, die Abwärme der Kälteanlagen nutzbar zu machen. Die Lösung war ein „Wärmespeicher“, der zum einen die zeitlich unterschiedlich auftretenden Energien und zum anderen die verschiedenen Temperaturniveaus optimal aufnehmen kann. Wärmepumpen entnehmen die Energie aus dem Speicher und entladen diesen somit. Zusätzlich wurden zwei Klein-BHKW von je 46 KW therm. in die Zentrale integriert, die Warmwasserbereitung sowie Raumluftanlagen bedienen.

Die Filter sind als Kunststoff-Saugfilter ausgeführt und wurden vor Ort zusammengebaut. Das geheizte Außenbecken wird mit einer Solekonzentration von ca. 3 – 6 % betrieben. Das gesamte Rückspülwasser wird entsprechend DIN aufbereitet und in die nahe gelegene Wiehl eingeleitet. Die Anlagen werden in optimierter Betriebsweise gefahren und sind mit „interner Umwälzung“ ausgestattet, die ein Abschalten der SW-Rinne möglich macht.  

Dadurch ließen sich weitere „optimierte Betriebsweisen“ in der Raumlufttechnik realisieren, so dass die weiteren Einsparungen auf der Strom- und Wärmeseite die Anlagen in ihrer Gesamtheit zu einer „betriebsoptimierten Anlage“ werden lassen.

Besondere Herausforderungen

  • Nutzung der vorhandenen Solar-Absorber-Anlage von ca. 1.000 m²
  • Einspeisung in den Wärmespeicher
    Nutzung der Kondensationswärme aus den Kältemaschinen
  • Einspeisung in den Wärmespeicher
  • Nutzung der Niedrigenergie mittels Wärmepumpen für die Badewassertechnik
  • Klein-BHKW zur Grundlastdeckung der Hochtemperatur-Ebene
  • Gaskessel als Redundant und zur Spitzenlastdeckung
  • Genehmigung zur Einleitung des aufbereiteten Schlammwassers in die Wiehl
  • Genehmigung zur Aufbereitung von Schlammwasser gemäß §58 WHG, Anhang 31
  • Genehmigung zur Einleitung des anfallenden Regenwassers in die Wiehl

    Projektdaten

    Kennzahlen
    Bauherr Freizeit- und Sportstätten Wiehl
    Leistung LPH 2–9
    Planungsbeginn 05 | 2013
    Baubeginn 03 | 2015
    Fertigstellung 12 | 2016
    Baukosten gesamt 8.2 Mio. €
    Baukosten TGA 2.8 Mio. €
    Kubatur | Flächen
    BRI 15.072 m³
    BGF 3.041 m²
    NUF 2.825 m²
    WF 700 m²